Archive for October, 2006

MAROKKO 3.-18. Oktober 06

Saturday, October 21st, 2006

Wir sind wieder zurueck aus Marokko. Wir haben eine Woche in Marrakesh verbracht und sind dann mit dem Mietwagen ins Atlasgebirge und in die Wueste gefahren. Das war spektakulaer. Das Gebirge ist meistens ziemlich karg - man kommt sich manchmal vor wie in Tibet - wird aber immer wieder von Flusstaelern durchzogen die sehr schoen sind.
Wir sind dann durchs Dadestal gefahren. Wueste und immer wieder Oasen mit Palmen und Lehmdoerfern. Man faehrt auf guten Strassen im Fiat mit 16 Ventilen durch eine Welt die vor 500 Jahren auch nicht viel anders ausgesehen hat; es ist ein bischen surreal. Im Suedosten von Marokko beginnt die Sahara und wir haben eine Nacht dort verbracht. Das war wirklich beeindruckend

Marrakech
Mara.jpg
Nach 3-stündigem Flug sind wir in Marrakech gelandet. Unsere erste Location, das Riat Shereazad war in unmittelbarer Nähe zum Hauptplatz Djamaa el Fna in der Medina (Altstadt). Was wir leider in keinem Reiseführer gelesen hatten, war, dass während des Ramadans nachts um 3 und um 5 der Muezzin singt und unser Hotel sich direkt neben einer Moschee befindet. Jochen meinte der Lautsprecher wäre direkt vor unserem Fenster montiert :-). Interessant ist der Djamaa el Fna auf dem sich mit den Schlangenbeschwörern, Wahrsagerinnen, Folklorebands, Märchen- erzählern (arabisch!), Wasserausschenkern, Grillbuden, Schuhputzern, Saftständen u.A. ein reges Treiben tag für tag abspielt. Hier merkt man auch gleich das zwei Welten aufeinander treffen: die Locals und die Touristen. Während der Platz für die Locals eine günstige Abend Unterhaltung darstellt, werden die Touristen als reine Geldbringer betrachtet und entsprechend abgezockt. Die größte Sehenswürdigkeit, die Kutubiya Moschee ist für “nicht Gläubige” nicht zugänglich.
Besichtigbar ist aber die Moschee Ibn Ben Yussuf. Die ehemalige Koranschule ist heute nur noch Museum. Sie stammt aus dem 14. Jahrhundert. Der Carrara-Marmor, mit dem der Innenhof Fussboden gedeckt ist, wurde damals nach gleichem Gewicht gegen Zucker eingetauscht.
Einen Großteil der Altstadt nehmen die Suqs (enge, meist überdachte Gassen mit Geschäften) in denen man günstig handgemachtes erwerben kann. Wer Spaß am Handeln hat wird da seine Freude finden, mir war das jedoch immer etwas zu stressig.