Archive for July, 2005

Ibrahim Ferrer Konzert und London Stimmung

Sunday, July 24th, 2005

Gestern abend waren wir mit Sonjas Kollegen beim Ibrahim Ferrer Konzert in Kenwood House. Open Air mit Picknick. Alle haben ihre Decken ausgebreitet und diverse Leckereien ausgepackt. Dazwischen haben Leute lateinamerikanisch getanzt.Die Buehne war ziemlich weit weg aber die Versorgung mit Essen und Wein hat geklappt und die Musik war super. Am Ende des Konzerts gabs noch ein kleines Feuerwerk. Ach ja geregnet hats leider auch gegen Ende; war aber halb so wild. Nach dem super Konzert dann wieder zurureck in die Realitaet. Man steigt ja grade kaum in die U-Bahn ohne sich nach Typen mit Rucksack umzuschauen. Echt uebel. In Bethnal Green war die Strasse abgesperrt und wir wussten nicht ist das jetzt Unfall oder Terroristenjagd.

Sommerwochenende in London

Monday, July 18th, 2005

Letztes Wochenende hat die Sonne ganz schoen runtergebrannt hier in London. Am Samstag waren wir auf dem “London United” (formerly known as Rise) Festival in Burgess Park. Als wir kamen hat grad Lemar losgelegt (naja so R&B halt), spaeter haben wir dann noch Goldie Looking Chain (mit dem Krachersong “Guns don’t kill, rappers do”) und diverse unbekannte Bands gesehen. Am besten wars eigentlich bei der Cubabuehne. Leider haben wir die Sachen die mich am meisten interessiert haben - Billy Bragg und die Ansprache von Ken Livingstone verpasst. Naja, war trotzdem sehr gut.
Im Programm hab ich gelesen, dass mehr als ein Drittel aller Londoner nicht in England geboren wurden. Wie immer haben wir die Kamera vergessen aber wozu Kamera wenn man die Bilder von der “Sidney Post” klauen kann.

Der Tag nach dem Anschlag

Friday, July 8th, 2005

Ich arbeite heute von zuhause. Waer eigentlich nicht unbedingt notwendig gewesen weil die Busse schon wieder ganz normal fahren aber die Sapient Chefs hatten das gestern per Mail empfohlen und ich fands irgendwie auch angebracht. Gestern bin ich zu Fuss von Sapient nach Bethnal Green gelaufen. Ging eigentlich ganz gut, ich hab ne gute Stunde gebraucht. Es war ziemliches Verkehrschaos und einige Leute waren zu Fuss unterwegs. Sehr viele haben versucht von Canary Wharf mit den Themsefaehren Richtung Westen zu kommen.
Hab grad einen guten Artikel im Guardian gelesen und so eine Passage ueber Hackney (wo Sonja ganz am Anfang gewohnt hat) ist mir haengen geblieben:

London buses, particularly the buses between Hackney and the centre, are also filled with immigrants, and it is very possible that if a bomb exploded in any one of them, it would kill and maim at least one person from every continent and of every major faith. On any busy Hackney bus you’ll hear a dozen different languages besides English: Albanian, Turkish, Polish, Chinese, Vietnamese, Hebrew, Arabic, Urdu, French or Yoruba.

I liked to think one of the reasons the Olympics was coming to east London was that every member of every national Olympics committee knew someone who lived there. Sitting at a cafe in Hackney not far from the No 30 route a few days ago, just back from the religious strictness of Iran, I watched the different religions pass by: a young girl in a school playground version of the hijab - jeans, T-shirt and a black wimple - and a woman in another, a black chadoor which only showed her eyes; an Orthodox Jew from Stamford Hill, with his long black coat and black broad-brimmed hat; and all the secular post-Christians with their bare heads and hipster jeans. It seemed an idyll of live and let live.